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Die Heterogenität der EDV-Struktur im Krankenhaus...
Die Struktur im Krankenhaus ist zum überwiegenden Teil funktionsorientiert: einzelne Bereiche sind mit entsprechenden, angepaßten EDV-Lösungen ausgestattet. Eine Unterstützung funktionsübergreifender Prozesse im Rahmen eines ganzheitlichen Informationsmanagements erfolgt nicht. Die Auswahl der einzelnen EDV-Systeme wird in der Regel anhand ihrer (individuellen) Funktionalität getroffen, so daß im Krankenhaus meist eine heterogene EDV-Struktur vorzufinden ist.
...in Verbindung mit individuellen Organisationsstrukturen...
Das Krankenhaus besteht zudem aus einem sehr komplexen Organisationsgefüge. Die bestehenden, individuellen Organisationsstrukturen sind Ergebnisse jahrelanger Anpassung an papierorientierte Ablauforganisationen und daher oft für den Einsatz eines modernen Informations- managements ungeeignet. Vielfach finden sich - historisch gewachsen - außerordentlich unterschiedliche Strukturen und Abläufe in den einzelnen Fachabteilungen eines Krankenhauses, da eine krankenhausübergreifende Koordination oder Optimierung aufgrund fehlender Verantwortlichkeit bzw. Kompetenz nicht durchführbar ist.
...und einer Vielzahl beteiligter Interessengruppen...
An dem Prozeß der Patientenversorgung sind eine Vielzahl von Mitarbeitergruppen beteiligt, die zumindest zum Teil unterschiedliche Ziele verfolgen. Daher ist es außerordentlich schwierig, im Krankenhausbetrieb eine krankenhaus- übergreifende EDV-Strategie abzustimmen, die die jeweiligen Interessen adäquat berücksichtigt. Hinzu kommen externe Interessentengruppen, insbesondere EDV-Firmen und Krankenhausberater, deren Beeinflussung des krankenhausinternen Entscheidungsprozesses durchaus eigennützig erfolgt. Somit muß die EDV-Strategie eines Krankenhauses im Konfliktfeld zwischen Wunschdenken, Notwendigkeit und Realisierbarkeit festgelegt werden.
...erfordert eine bereichsübergreifende, pragmatische Lösung...
Insbesondere aus Sicht eines Archiv-Gesamtsystems sind eine Vielzahl von Personenkreisen und Funktionsbereichen an der Erstellung bzw. Bearbeitung medizinischer Daten beteiligt. Eine funktionsübergreifende, prozeßorientierte Arbeitsablauforganisation ist daher nur schrittweise umsetzbar und erfordert pragmatische Systeme, die sofortigen Nutzen aufzeigen, um die Akzeptanz der betroffenen Mitarbeiter gewährleisten zu können. Letzeres erfordert zudem die frühzeitige projektbezogene Einbeziehung der betroffenen Mitarbeiter.
...zum schrittweisem Aufbau eines digitalen Informations- und Archivsystems...
Zudem ist infolge knapper finanzieller Ressourcen und aufgrund des immensen innerbetrieblichen Aufwands bei der Abstimmung und Umstellung von Arbeitsabläufen eine schrittweise Einführung des digitalen Archivsystems erforderlich.
...mit eindeutig definierter Freigabe- und Zugriffskonzeption.
Bei der Umsetzung eines digitalen Informations- Managements ist es zusätzlich erforderlich, die im Rahmen der heterogenen EDV-Systeme im Krankenhaus anfallenden digitalen Daten patientenbezogen und strukturiert zusammenzuführen. Die in Papierform durch Unterschrift nachvollziehbare Abzeichnung von Dokumenten muß im Rahmen einer effizienten Freigaberegelung im digitalen Archivsystem nachgebildet werden. Gleichzeitig ist die Abstimmung einer differenzierten Zugriffskonzeption für die Nutzung digitaler Archivobjekte erforderlich.
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